Eine Delegation der DJG besuchte Hannover

Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) auf der EXPO 2000

Eine Delegation der DJG besuchte Hannover

Hannover. Von den 15 Mitgliedern der karibischen Gemeinschaft (CARICOM) waren nur acht in der Lage und willens, das Geld aufzubringen, um sich in Hannover zu präsentieren: Barbados, Dominica, Grenada, Guyana, Haiti, Jamaika, St. Vincent and the Grenadines und Trinidad & Tobago.
 
Sie präsentierten sich ausschließlich als Touristenattraktion und machten auch keinen Hehl daraus. "Wir können und wollen das gar nicht verhindern, daß es so ähnlich aussieht wie auf der Internationalen Tourismusmesse Berlin. Hauptsächlich ist es eine touristische Präsentation", bestätigt die Jamaikanerin Angela Edwards, Pressesprecherin auf der EXPO. Der Tourismus ist Devisenquelle Nr. 1 für die karibischen Inseln. "Es ist sehr teuer für uns hier zu sein, aber es lohnt sich. Die Konstruktion hat für jedes Land rund 100.000 Mark gekostet. Die EU und die Bundesregierung unterstützen uns finanziell", ergänzt Edwards.
 
Der CARICOM-Stand war wie ein Archipel angelegt, die einzelnen Länder bildeten die Inseln. "Gutes Geschäft, gutes Leben" war das Motto des vergleichsweise wohlhabenden Barbados, das nicht nur seine Unterwasserwelt vorstellte, sondern gleich auch auf die Investitionsmöglichkeiten in dem Steuerparadies hinwies. Doch die meisten Staaten in der Karibik sind sehr arm und leiden unter hoher Arbeitslosigkeit, Probleme, die auf einer Weltausstellung natürlich ausgeklammert wurden. Haiti, als ärmster Staat, präsentiert als einzigen Reichtum sein Kunsthandwerk und seine Natur. Gezeigt wurden - von allen Ländern - Fotos und Filme von exotischen Vögeln und Pflanzen, glasklaren Seen und der tropischen Unterwasserwelt, kurzum ein Paradies.
 
Trinidad & Tobago präsentierten die Steeldrums - ehemals Metalldeckel von Ölfässern, und symbolisierten die Calypso-Musik. Sie konnten von den Besuchern ausprobiert werden. Auch Jamaika, die treibende Kraft hinter dem gemeinsamen EXPO-Auftritt, setzte auf Musik: Die Nachbildung eines landestypischen Aki-Baumes trägt Früchte, die sich als Kopfhörer entpuppen, aus denen Reggae klingt. Guyana stellt sich als das phantastische ‚El Dorado' dar und zeigt einen Film über seine Goldverarbeitung.